Krisen-Das Fieber der Seele

Man verliert niemals seine Stärke. 

Manchmal vergisst man nur, dass man sie hat.

 

 

Die letzten Wochen und Monate war es sehr still um mich und meine Praxis.

Einigen meiner treuen Patienten fiel das auf.

Auch ein Therapeut ist nicht vor Lebenskrisen gefeit.

Wer kennt das nicht? 

 

Sinnkrisen, Lebenskrisen, Existenzkrisen.

 

Doch wie geht man mit diesen um, wie überlebt man schwere, traurige Momente, was kann man tun, um Schritt für Schritt weiterzugehen?

 

Eine Krise ist nichts anderes als eine schwierige Lage, ein Wendepunkt, an dem es gilt, was zu verändern. Aufgeben eines gewohnten Umstandes, einer Lebenssituation, Beziehung oder Arbeitsstelle. Ändern der eigenen Lebensgestaltung, Lebenseinstellung und der Identität.

Eine Krise kommt nicht von einen auf den anderen Tag.

Meist gingen Monate und Jahre ins Land und Du hast auf Dich, Deine innere Stimme, Deinen Körper nicht gehört. Die ganzen Anzeichen, Sackgassen, in die Du geraten bist, wolltest Du nicht wahrnehmen. Menschen, die Dich und Dein Leben gespiegelt haben, wolltest Du nicht sehen und erkennen. Einfach wegdrücken, nicht wahrhaben oder weitermachen- ohne die eigenen Grenzen jemals zu spüren.

 

Das Selbst als Grenzgänger?

 

Andere den Zugang gewähren, immer und immer wieder die Grenzen zu überschreiten. 

 

Woran merkt man, dass die eigenen Grenzen überschritten wurden?

 

  • keine Gefühle mehr haben-oft sagt derjenige, dass er nur noch Leere spürt
  • sich nicht konzentrieren können
  • Selbsttröstung durch Suchmittel, wie Alkohol, Medikamente, Drogen...
  • betäubende Aktivitäten, wie Sport, Arbeiten, Einkaufen, Sex...
  • häufiges, gedankenloses, unbewusstes Essen-sich Vollstopfen mit sinnlosem "Frass", wie Chips, Süssigkeiten & Co.
  • Selbstverletzungen
  • verteidigt, rechtfertigt oder entschuldigt sich laufend
  • immer irgendwie vermeiden zur Ruhe zu kommen
  • Ausweichen, sich unsichtbar machen, schleichend durch das Leben laufend

 

Letztendlich sind das alles deutliche Anzeichen, dass Deine Seele Dich an etwas erinnern möchte. Nämlich an Dich und Deine innere Lebenskraft & Stärke. Da Du diese nicht spürst, äussert diese sich, indem sie ins Fieber verfällt.

Erhöhte Temperaturen führen oft zu unklaren Gedanken, Gefühlen und machen wirr.

Diese Verwirrung zeigt sich in Verkleidung.

Traurigkeit verkleidet sich beispielsweise in Wut,  Stolz oder Überheblichkeit.

Bist Du traurig und lebst diese Traurigkeit nicht, wirst Du nie von Innen her herzlich lachen können. Vielleicht hast Du schon Menschen beobachtet, bei denen das Lachen wie gekünstelt rüberkommt, unecht wirkt, Dich nicht "ansteckt". Diese Menschen haben keine Verbindung zu sich und ihrer Traurigkeit. Sie haben Angst davor diese Traurigkeit zu fühlen, weil sie diese überschwemmen könnte und mitreißen könnte, wie eine Lawine. Das Gesicht wirkt oft, wie eine eiserne Maske, wie eingefroren.

Widerstand eines Gefühls, ist wie das Konservieren dieses ungelebten Zustandes. Es gärt noch stärker vor sich hin.

Jedes Gefühl ist da, um gelebt zu werden.  Bist Du traurig, sei traurig. Bist Du eifersüchtig, sei es. Bist du stolz, sei stolz.

Traurige Momente oder Trauer im allgemeinen erscheint oft, wie eine Brandung. Kommt in Schüben. Platscht an grosse Felsen, zieht sich zurück. In der Ruhephase der Trauer, kann der Leuchtturm der Hoffnung und der Zuversicht gesehen werden. In diesem wohnt der Wärter: die Stärke.

 

An dieser Stelle kommt mir das Märchen, die Schneekönigin in den Sinn. 

Kay und Gerda sind Seelenverwandte, werden aber durch den zersprungenen Spiegel der Schneekönigin getrennt. Die Spiegelsplitter verwandeln alles Schöne in Hässliches und Kaltes. Wärmende, herzliche Gefühle in eiskalte. In Kays Auge verirrt sich ein Glassplitter der Schneekönigin – und sein Herz verwandelt sich zu Eis. Bereitwillig folgt er der kalten Herrscherin in ihr Reich und versinkt in völligem Vergessen. Gerda macht sich auf eine lange und gefahrenvolle Reise ins Ungewisse, um ihren Seeleverwandten zu retten. Auf ihrer Suche begegnet sie allerhand wunder- aber auch sonderbaren Gestalten. Gemeinsam mit deren Hilfe kann sie Kay im Schloss der Königin finden. Er erkennt Gerda nicht mehr, weil sein Herz aus Eis ist. Gerda ist darüber so traurig, dass sie ihm um den Hals fliegt und ihre Tränen erweichen, sein zu Eis erstarrtes Herz, augenblicklich. Er wird vom Vergessen erlöst und beide haben sich wiedergefunden in dem Herz des anderen.

 

Dieses Märchen zeigt so schön, wie verhärtete Gefühle aufgelöst werden können: Nur durch das Erleben und das Hindurchgehen durch den Schmerz und der Trauer & Tränen.

Heidi hat Almöhi auch durch ihre unbeschwerte Fröhlichkeit und ihrem So-Sein den Grossvater schmelzen lassen, wie Butter in der Sonne und ihn an die eigentlichen Gefühle erinnert, die jeder in sich trägt, egal, wie verbittert dieser ist: die Liebe.

 

 

 

    "Wir sind hier, weil es letztlich kein Entrinnen vor uns selbst gibt. Solange der Mensch sich nicht selbst in den Augen und Herzen seiner Mitmenschen begegnet, ist er auf der Flucht. Solange er nicht zulässt, dass seine Mitmenschen an seinem Innersten teilhaben, gibt es für ihn keine Geborgenheit. Solange er sich fürchtet, durchschaut zu werden, kann er weder sich noch andere erkennen - er wird allein sein.

 

    Wo können wir solch einen Spiegel finden, wenn nicht in unseren Nächsten? 

 Richard Beauvais, 1964

 

 

Diesen Spruch sollte man sich mehrmals durchlesen. Vielleicht verstehst Du ihn auch nicht gleich auf Anhieb.

Sich erkennen im Spiegel Deiner Mitmenschen. Wie oft schauen wir nicht hinein, weil wir uns selbst nicht ertragen, unser eigenes Ich im Siegel anzuschauen.

Das mit dem Gefühl der Geborgenheit kommt nicht nur, wenn man sich umarmen lässt, sondern im 

Sich-Angenommen-Fühlen im So-Sein. 

 

Trotz einer Krise der Seele, gibt es immer etwas Tröstliches: nämlich einen Ort, der heil geblieben ist. Frei von Urteilen und Verletzungen.

Du bist wertvoll, würdevoll, egal, was jemand zu Dir je gesagt hat. Wie sehr derjenige versucht hat Dir Deine Würde zu nehmen. Es war schon immer so. 

Niemand kann Dir Deine Würde nehmen, wenn Du Dich nicht zur Verfügung stellst und ihm die Erlaubnis erteilst. Auch hier wurden Deine Grenzen deutlich überschritten, weil Du nie gelernt hast, einfach mal STOPP zu sagen!

 

Die wohl wichtigsten Bedürfnisse eines jeden Menschen sind:

 Verbindung, Zugehörigkeit, Geborgenheit.

 

  • Nur wie schafft man eine Verbindung zu Mitmenschen, wenn man zu sich selbst keine Verbindung hat?
  • Wie schaffe ich es Grenzen aufzuzeigen, auf eine erwachsene, nicht beleidigende Art & Weise?
  • Wie schaffe ich es Gefühle zu fühlen, ohne von ihnen überschwemmt zu werden?

 

Ab sofort könnt Ihr wieder Termine machen. Ich helfe Euch bei Euren Lebenskrisen oder Themen, die einfach einen zu grossen Platz eingenommen haben.

 

 

 

Mögest Du das Vertrauen in Dich und Deine Kraft & Stärke haben, um schwierige Krisen zu überleben.

 

 

 

 

Energie folgt der Aufmerksamkeit!

 

Klassische Homöopathie

Achtsamkeit
Coaching

 

...einen Sinn für Deine Seele!

 

 

 Stefanie Seyfried

  

Heilpraktikerin

&

Kinder-Jugendcoach

&

Achtsamkeitstrainerin

 

 

Mähfeldstr.33  

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