Globales Trauma- und nun?


“ Es gibt einen Raum zwischen Angst und Vertrauen.
Diesen Raum sollten wir nutzen und dort hinein
unsere Dankbarkeit legen. “
(Stefanie Seyfried)
Momentan befindet sich wohl jeder in einer Art Schockstarre. Ist erschüttert, traumatisiert, hilflos, überfordert, schlaflos. Globaler Traumazustand-zu viel, zu schnell, zu plötzlich.
Schock entsteht durch einen heftigen Schreck, hervorgerufen durch eine schlechte Nachricht oder einem unvorhergesehenem Ereignis. Folglich sind unsere Gedanken mit diesem traumatisierten Auslöser beschäftigt, lösen unweigerlich Gefühle aus, wie Starre, Ohnmacht, Bewegungsunfähigkeit.
Körperlich empfinden wir eine Betäubung, sind vielleicht sogar regungslos, apathisch. Zuvor haben wir vielleicht versucht zu kompensieren, indem wir vermeintliche wichtige Lebensmittel bunkerten. Warum Toillettenpapier gekauft wurde, wie wahnsinnig, verstehe ich bis jetzt immer noch nicht, wer diese Ketten-Reaktion ins Rollen gebracht hat.
Vielleicht die Nachkriegsgeneration? Sie mussten sich mit Zeitungspapier versorgen...vielleicht ist das ein getriggertes Trauma, welches nun zu solchen Hamsterkäufen führt? Diese Generation hat bereits alles verloren,was es zu verlieren gab. Das scheint wie eine Reaktivierung der verschüttenen Erlebnisse zu sein. Forscher berichteten schon mehrmals darüber, wie die Nachkriegsgenerationen geprägt sind von den Erlebnissen der Grosseltern oder Urgrosseltern.
Wie kann das sein?
Wir alle haben ein Zellgedächtnis. Die erlebten Geschehnisse, welche traumatisch waren, werden körperlich abgespeichert. Bei einem Schock verdichten sich die Zellen, die einzelnen Zellen können nicht mehr untereinander kommunizieren und so bleibt dieser im Nervensystem “hängen”. Muskeln verkrampfen durch die körperliche Verdichtung der Zellen. Wenn du zum Beispiel sehr verspannt bist, hängst Du höchstwahrscheinlich noch in einem Trauma fest. Ob das nun ein kleines Mikrotrauma war, wie das Sehen eines Krimis, oder Kinder, die von der Horrorpuppe “Momo” erzählt bekamen oder grössere, wie Unfall, plötzlicher Tod vom Partner, Trennung oder Verlust durch Unfall usw.
Das Trauma bleibt also im Nervensystem “stumm”. Ähnlich, wie ein Herpesvirus, welcher bei Stress, Sonne, Ekel ebenfalls wieder reaktiviert werden kann.
Wie wirkt es sich das Coronavirus nun auf uns einzelnen und global aus?
Ich selbst habe massive Existenzängste. Frage mich natürlich,warum? Schliesslich habe ich ein Dach über dem Kopf, habe genug zum Essen, meine Kinder und ich sind gesund, meine Familie ebenfalls. Bleibt meine Praxis bestehen? Kann ich mich über Wasser halten?
In diesen Tagen ging mir das Schicksal meines Vaters durch den Kopf, welcher 1944 geboren wurde und im Alter von 10 Jahren von Weimar über mehrere Lager nach Rastatt flüchtete. Vorerst nur mit der Mutter. Der Vater war schon längere Zeit als Krankenpfleger in Rastatt stationiert. Im Grunde wurde ihm seine Wurzeln der Heimat genommen. Hatte er doch eine starke Bindung zu seiner älteren Schwester, welche in Weimar verblieb und zu seinen Grosseltern.
Kann es sein, dass diese Gefühle der Unbeständigkeit, Unsicherheit und Unruhe daher kommen? Diese Angst alles zu verlieren und hinter sich zu lassen?
  • Was bedeutet für Dich momentan dieser Weltzustand?
  • Welches Gefühl ist für Dich das Gegenteil von Angst?
  • Für was bist Du genau JETZT dankbar?
Morgen folgt der zweite Teil.
  • Welche Hilfen und Methoden gibt es für Traumatisierte?
  • Was kann ich aktiv für mich tun, um es mit mir “auszuhalten”?
  • Wie nutze ich die Welt-Atempause sinnvoll?

 

Klassische Homöopathie

Achtsamkeit
Coaching

 

...einen Sinn für Deine Seele!

 

 

 Stefanie Seyfried

  

Heilpraktikerin

&

Kinder-Jugendcoach

&

Achtsamkeitstrainerin

 

 

Mähfeldstr.33  

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Tel.: 07082/41 55 23

 

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